MRT Thoraxwand (Brustkorb), Sternum, Sternoklavikulargelenke, Axilla und Schulterblatt in Darmstadt – Ablauf, Dauer, Vorbereitung und Kontrastmittel

Die MRT der Thoraxwand (Thoraxwand-MRT, MRT des Brustkorbs) zeigt ohne Röntgenstrahlung die Wand des Brustkorbs mit Rippen, Rippenknorpeln und Brustmuskulatur, das Brustbein (Sternum) mit den Sternoklavikulargelenken, die Achselhöhle (Axilla) und das Schulterblatt. Anlass ist meist eine tastbare Schwellung oder ein Knoten oder ein Schmerz an einer umschriebenen Stelle, der über Wochen bleibt. Die Thoraxwand-MRT hilft zum Beispiel bei einer Schwellung am Brustbein oder am Schlüsselbeingelenk, bei einem Knoten an der Thoraxwand oder in der Achselhöhle, bei entzündlichen Gelenkbeschwerden am Brustbein und bei einem unklaren Ultraschall-, Röntgen- oder CT-Befund weiter.

Frau tastet Parotisknoten

DAUER

ca. 15-30 Minuten


Vorbereitung


nicht nüchtern – normal essen und trinken

Kontrastmittel


ja, aktueller Kreatininwert erforderlich

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

für gesetzlich Versicherte mit Überweisung und für Privatpatienten

Termin



06151-23466



Privatsprechstunde für Privatpatienten und Selbstzahler


06151 23480

Sicht auf Ohrspeicheldrüse einer 50 jährigen Frau

MRT Parotis (Ohrspeicheldrüse)

Die Ohrspeicheldrüse (Parotis) ist die größte Speicheldrüse. Sie liegt beidseits vor und unter dem Ohr und reicht bis an den Kieferwinkel. Knoten in der Parotis sind häufig und meist gutartig – sie sollten aber abgeklärt werden, weil sich ihre Art von außen nicht erkennen lässt.

Wann ist eine MRT der Parotis sinnvoll?

Typische Anlässe sind zum Beispiel:

  • Knoten oder Schwellung vor oder unter dem Ohr bzw. am Kieferwinkel, oft schmerzlos und über Wochen oder Monate langsam größer werdend
  • unklarer Knoten im Ultraschall, dessen Größe, Lage oder Ausdehnung genauer bestimmt werden soll
  • Knoten, der schnell wächst oder schmerzt
  • Schwäche der Gesichtsmuskulatur auf einer Seite zusammen mit einem Knoten in der Ohrspeicheldrüse – das sollte rasch ärztlich abgeklärt werden

Was wird dargestellt?

  • die gesamte Drüse mit ihrem oberflächlichen und ihrem tiefen Anteil
  • Größe, Form und Begrenzung eines Knotens
  • die Ausdehnung in die Umgebung, zum Beispiel in den Raum neben dem Rachen
  • Lymphknoten in und um die Ohrspeicheldrüse

Häufige Befunde

  • Pleomorphes Adenom – der häufigste gutartige Tumor der Ohrspeicheldrüse. Er wächst langsam und wird in der Regel operativ entfernt.
  • Warthin-Tumor (Zystadenolymphom) – der zweithäufigste gutartige Tumor der Parotis, vor allem bei älteren Menschen und bei Rauchern. Er liegt typischerweise am unteren Pol der Drüse nahe dem Kieferwinkel und tritt gelegentlich auf beiden Seiten oder mehrfach auf.
  • Zysten der Ohrspeicheldrüse, zum Beispiel flüssigkeitsgefüllte Retentionszysten
  • Lymphknoten innerhalb der Drüse, zum Beispiel vergrößert bei einer Entzündung
  • Entzündungen der Speicheldrüsen, zum Beispiel beim Sjögren-Syndrom
  • seltener bösartige Tumoren, zum Beispiel ein Mukoepidermoidkarzinom

Bildbeispiele für Befunde im Parotis-MRT:

Normalbefund – beide Ohrspeicheldrüsen unauffällig.

Normalbefund

 – beide Ohrspeicheldrüsen unauffällig.

Pleomorphes Adenom der Ohrspeicheldrüse – tastbarer, schmerzloser Knoten vor dem Ohr.

Pleomorphes Adenom der Ohrspeicheldrüse – tastbarer, schmerzloser Knoten vor dem Ohr.

Warthin-Tumor (Zystadenolymphom) am unteren Pol der Ohrspeicheldrüse nahe dem Kieferwinkel.

Warthin-Tumor (Zystadenolymphom) am unteren Pol der Ohrspeicheldrüse nahe dem Kieferwinkel.

Kurzfakten MRT Parotis

  • Lagerung: Rückenlage, Kopf voran, Spule um Kopf und Hals
  • Kontrastmittel: ja
  • Vorbereitung: nicht nüchtern
  • Dauer: ca. 15–30 Minuten

MRT oder Ultraschall der Ohrspeicheldrüse?

Meist wurde vor der MRT bereits ein Ultraschall gemacht. Die MRT zeigt die ganze Drüse einschließlich ihres tiefen Anteils und damit Größe, Lage und Ausdehnung eines Knotens. Ob ein Knoten gut- oder bösartig ist, lässt sich mit der MRT häufig nicht sicher sagen – das klärt eine Gewebeuntersuchung.

Unterkiefer einer jungen Frau

MRT Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)

Die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) liegt unter dem Unterkiefer, die kleinere Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) am Mundboden.

Wann ist eine MRT sinnvoll?

  • Schwellung oder Knoten unter dem Unterkiefer
  • Schwellung am Mundboden
  • unklarer Befund im Ultraschall

Was wird dargestellt?

  • Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse
  • ihr Ausführungsgang
  • der Mundboden und die umgebenden Lymphknoten

Häufige Befunde

  • Tumoren der Speicheldrüse, zum Beispiel ein pleomorphes Adenom
  • Ranula – eine Speichelzyste am Mundboden
  • chronische Entzündung der Unterkieferspeicheldrüse, zum Beispiel nach wiederholten Speichelstauungen


Speichelsteine werden meist schon im Ultraschall erkannt.

Hals

MRT Halslymphknoten

Am Hals liegen zahlreiche Lymphknoten. Sie vergrößern sich häufig vorübergehend, zum Beispiel bei einer Erkältung. Bleibt ein Lymphknoten länger vergrößert oder wächst er, sollte er abgeklärt werden.

Wann ist eine MRT der Halslymphknoten sinnvoll?

  • tastbarer Knoten am Hals, der über einige Wochen bestehen bleibt oder größer wird
  • auffälliger Lymphknoten im Ultraschall
  • bekannte Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich, zum Beispiel zur Bestimmung der Ausbreitung oder in der Nachsorge

Was wird dargestellt?

  • alle Lymphknotenstationen des Halses beidseits
  • auch die Lymphknoten hinter dem Rachen, die im Ultraschall nicht erreichbar sind
  • Größe, Form und innere Struktur der Lymphknoten

Häufige Befunde

  • reaktive Lymphknotenvergrößerung, zum Beispiel bei einer Entzündung im Hals- oder Rachenbereich
  • eingeschmolzener Lymphknoten (Lymphknotenabszess), zum Beispiel nach einer bakteriellen Entzündung
  • Lymphom, also eine Erkrankung des Lymphsystems selbst
  • Lymphknotenmetastase, zum Beispiel bei einem Tumor im Kopf-Hals-Bereich

Die MRT zeigt Größe, Form und Struktur der Lymphknoten. Ob ein Lymphknoten gut- oder bösartig ist, kann sie nicht sicher klären – dafür ist gegebenenfalls eine Gewebeuntersuchung nötig.

Bildbeispiele für Befunde im Halslymphknoten-MRT:

vergrößerte Halslymphknoten

vergrößerte Halslymphknoten

MRT Halsweichteile

Zu den Halsweichteilen gehören Muskulatur, Fettgewebe, Bindegewebe, die Hüllen der großen Gefäße und Nerven sowie die Speicheldrüsen und Lymphknoten.

Wann ist eine MRT sinnvoll?

  • weiche oder pralle Schwellung seitlich am Hals
  • Schwellung in der Mitte des Halses
  • unklarer Weichteilknoten im Ultraschall

Häufige Befunde

  • laterale Halszyste – eine angeborene Zyste seitlich am Hals, die oft erst im Erwachsenenalter auffällt
  • mediane Halszyste (Ductus-thyreoglossus-Zyste) – eine angeborene Zyste in der Mitte des Halses
  • Lipom – ein gutartiger Fettgewebstumor
  • Schwannom – ein gutartiger Tumor der Nervenhülle
  • Paragangliom, zum Beispiel ein Glomus-caroticum-Tumor an der Gabelung der Halsschlagader
  • lymphatische Malformation – eine angeborene Fehlbildung der Lymphgefäße

Bildbeispiele für Befunde im Halsweichteile-MRT:

laterale Halszyste

laterale Halsyzyste

MRT Rachen (Pharynx)

Die MRT stellt den Rachen mit Nasenrachen, Mundrachen mit Gaumen- und Zungenmandeln sowie Zunge und Mundboden dar, außerdem die Lymphknoten hinter dem Rachen. Anlass sind zum Beispiel:

Anlass einer MRT Rachen?

  • anhaltende Schluckbeschwerden oder ein Kloß- oder Fremdkörpergefühl im Hals
  • eine einseitig vergrößerte Mandel
  • behinderte Nasenatmung oder Druckgefühl im Ohr auf einer Seite
  • eine bekannte oder vermutete Raumforderung  im Rachen, an Zunge oder Mundboden, zum Beispiel zur Bestimmung ihrer Ausdehnung

Ablauf, Dauer und Vorbereitung der Hals-MRT

Vor der Untersuchung

  • Nüchternheit: nicht nötig – Sie dürfen vorher normal essen und trinken.
  • Nierenwert: Für die Kontrastmittelgabe benötigen wir Ihren aktuellen Nierenwert (Kreatinin-Wert), da die Nierenfunktion die Ausscheidung beeinflusst. Bitte teilen Sie ihn uns spätestens 3 Tage vor dem Termin online oder telefonisch mit, sonst müssen wir den Termin leider absagen. Mit unserem GFR-Rechner können Sie Ihren Wert vorab selbst einordnen.
  • Umkleide: Dort legen Sie sämtliche Metallgegenstände und alle Kleidungsstücke mit Metall ab, zum Beispiel mit Reißverschluss, Knöpfen, Nieten oder Bügel-BH. Außerdem Schmuck wie Halsketten, Ohrringe und Piercings, Hörgeräte, Brille, herausnehmbaren Zahnersatz und herausnehmbare Zahnspangen.

Während der Untersuchung

  • Lagerung: Sie liegen auf dem Rücken und werden mit dem Kopf voran in das Gerät gefahren. Eine Spule umschließt Kopf und Hals.
  • Ruhig liegen: Bitte während der einzelnen Messungen möglichst nicht schlucken und nicht sprechen – so werden die Bilder scharf. In den Pausen dazwischen ist Schlucken kein Problem.
  • Kontrastmittel: wird über eine Armvene gegeben.
  • Dauer: ca. 15–30 Minuten.


Allgemeine Informationen zu unserem Gerät, zum Kontrastmittel und den Aufklärungsbogen finden Sie auf unserer MRT-Seite.

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Häufige Fragen zur MRT des Halses (FAQ)

Was sieht man bei einer MRT des Halses?

Die Hals-MRT zeigt die Weichteile des Halses: die Ohrspeicheldrüse (Parotis) und die übrigen Speicheldrüsen, die Halslymphknoten, den Rachen, Zunge und Mundboden sowie Muskulatur, Fettgewebe und die Hüllen der großen Gefäße und Nerven. So lassen sich zum Beispiel Knoten, Zysten, vergrößerte Lymphknoten oder Entzündungen beurteilen.

Was zählt zu den Halsweichteilen?

Zu den Halsweichteilen gehören alle Strukturen des Halses außer der Wirbelsäule: Muskulatur, Fett- und Bindegewebe, Speicheldrüsen, Lymphknoten, Rachen sowie die Hüllen der Gefäße und Nerven. Die Halswirbelsäule wird mit einer eigenen Untersuchung dargestellt, der MRT der Wirbelsäule.

Wie lange dauert eine MRT des Halses?

Die Untersuchung dauert ca. 15 bis 30 Minuten.

Wird bei der MRT des Halses Kontrastmittel gegeben – geht es auch ohne?

Ja, die MRT des Halses erfolgt praktisch immer mit Kontrastmittel, weil sich Lymphknoten, Knoten in den Speicheldrüsen und Entzündungen damit deutlich besser beurteilen lassen. Ohne Kontrastmittel wird nur untersucht, wenn es nicht gegeben werden darf, zum Beispiel bei einer Unverträglichkeit oder einer stark eingeschränkten Nierenfunktion. Vorab benötigen wir Ihren aktuellen Kreatininwert.

Muss ich für die Hals-MRT nüchtern sein?

Nein. Vor einer MRT des Halses dürfen Sie normal essen und trinken, auch wenn Kontrastmittel gegeben wird.

Wie weit muss ich bei der Hals-MRT in die Röhre?

Bei Verdacht auf einen frischen Knochenbruch oder zur Beurteilung von Gelenkverschleiß wird meist zunächst ein Röntgen gemacht. Die MRT kommt zum Einsatz, wenn Sehnen, Bänder, Knorpel oder Nerven beurteilt werden müssen, oder wenn das Röntgenbild trotz fortbestehender Beschwerden unauffällig bleibt.

Darf ich während der Untersuchung schlucken?

Während der einzelnen Messungen bitte möglichst nicht, da Schlucken die Bilder unscharf macht. In den Pausen zwischen den Messungen können Sie normal schlucken.

Was muss ich für die Hals-MRT ausziehen und ablegen?

In der Umkleide legen Sie sämtliches Metall ab, auch alle Kleidungsstücke mit Metall, zum Beispiel mit Reißverschluss, Knöpfen, Nieten oder Bügel-BH. Außerdem Schmuck, Piercings, Hörgeräte, Brille und herausnehmbaren Zahnersatz.

Können Kopf und Hals in einem Termin untersucht werden?

Nein. Eine MRT des Gehirns ist eine eigene Untersuchung und erfolgt nicht im selben Termin wie die MRT des Halses. Informationen zur MRT des Gehirns finden Sie auf unserer Seite MRT Kopf.

Wie werden die Speicheldrüsen untersucht?

Meist zuerst mit Ultraschall. Bei einem unklaren Knoten oder um seine genaue Ausdehnung zu bestimmen, folgt die MRT.

Kann man im MRT sehen, ob ein Tumor bösartig ist?

Häufig nicht sicher. Die MRT kann Hinweise geben; Klarheit bringt meist erst eine Gewebeuntersuchung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja. Für gesetzlich Versicherte ist die MRT des Halses mit Überweisung eine Kassenleistung. Privatpatienten erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die in der Regel von der privaten Krankenversicherung erstattet wird.

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