Strahlendosis-Vergleich für Röntgen, Mammographie und CT

Röntgen, Mammographie und Computertomographie (CT) arbeiten mit Röntgenstrahlung – deshalb ist es naheliegend, sich vor einer Untersuchung zu fragen, wie hoch die Strahlendosis tatsächlich ist. Wählen Sie unten zunächst die Untersuchungsart und anschließend die genaue Region: Sie erhalten die typische effektive Dosis in Millisievert (mSv), dazu zwei Vergleichswerte, die die Größenordnung einordnen – die Anzahl entsprechender Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und die Zeitspanne, in der Sie auf natürlichem Weg dieselbe Dosis erhalten würden.

futuristisches Srahlendosimeter mit Hologramm

Strahlendosis-Vergleich

Wie hoch ist die typische Strahlendosis einer Röntgen-, Mammographie- oder CT-Untersuchung? Wählen Sie Untersuchungsart und Region – Sie erhalten die typische effektive Dosis im Vergleich zu einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs und zur natürlichen Strahlenexposition in Deutschland. Nur für erwachsene Patient:innen.

1. Untersuchungsart

mSv (Millisievert), typische effektive Dosis

Bezogen auf einen Standardpatienten (Referenzperson nach ICRP). Individuelle Werte können abweichen.

Röntgenaufnahmen des Brustkorbs (Thorax p. a.) mit vergleichbarer Gesamtdosis
natürliche Strahlenexposition in Deutschland – so lange dauert es im Schnitt, bis man auf natürlichem Weg dieselbe Dosis erhält

Einordnung und Limitierungen: Alle Werte sind Median-Richtwerte für einen erwachsenen Standardpatienten (Referenzgewicht 73 kg Mann / 60 kg Frau, ICRP) und beziehen sich nicht auf Kinder oder Jugendliche. Die tatsächliche Dosis hängt u. a. von Körperbau, Untersuchungsprotokoll, Gerätetechnik und der medizinisch notwendigen Anzahl an Aufnahmen bzw. Serien ab und kann laut Quelle im Einzelfall um mehr als den Faktor fünf von den angegebenen Werten abweichen. Der Vergleich mit der natürlichen Strahlenexposition dient nur der Einordnung der Größenordnung – er ist kein Beleg für gesundheitliche Unbedenklichkeit. Dieser Strahlendosis-Vergleich ersetzt keine ärztliche Aufklärung und keine rechtfertigende Indikation nach dem Strahlenschutzgesetz; über die für Sie geeignete Untersuchung entscheidet immer der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin.

Quelle: Strahlenschutzkommission (SSK): „Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren", 4., überarbeitete Auflage, verabschiedet in der 339. Sitzung der SSK am 27./28.10.2025, Tabelle 1. www.ssk.de

Ist Röntgen, Mammographie oder CT gefährlich?

Mensch in schützender Sphäre, die Strahlen von außen abblockt

Röntgen, Mammographie und CT nutzen ionisierende Strahlung, die in hohen Dosen Gewebe schädigen kann. Die in der Diagnostik eingesetzten Dosen liegen jedoch typischerweise in einer Größenordnung, die mit der natürlichen Strahlenexposition vergleichbar ist, der wir alle ohnehin fortlaufend ausgesetzt sind – wie der Vergleich oben für die jeweilige Untersuchung zeigt. Ein Restrisiko lässt sich dabei nie vollständig ausschließen, weshalb in Deutschland ein einfacher Grundsatz gilt: Jede Röntgen-, Mammographie- oder CT-Untersuchung braucht eine sogenannte rechtfertigende Indikation – der erwartete gesundheitliche Nutzen muss das Strahlenrisiko überwiegen. Diese Prüfung nehmen wir gemeinsam mit dem überweisenden Arzt bzw. der überweisenden Ärztin für jede einzelne Untersuchung individuell vor, und wir setzen grundsätzlich moderne, dosissparende Gerätetechnik ein.

Röntgen, Mammographie und CT bei uns in Darmstadt

Ob Röntgen, Mammographie oder CT für Ihre Fragestellung die richtige Wahl ist, klären wir individuell mit Ihnen bzw. mit dem überweisenden Arzt oder der überweisenden Ärztin.

Röntgen

Für Röntgenaufnahmen von Lunge, Skelett und Gelenken können Sie an unseren Öffnungszeiten vormittags auch ohne Termin vorbeikommen.

→ Mehr dazu auf unserer Röntgen-Seite.


Wie die Untersuchung technisch funktioniert, erklären wir unter „Was ist Röntgen?“.

Mammographie

„Die Mammographie ist ein zentraler Baustein unserer Mammadiagnostik zur Früherkennung und Abklärung von Brustveränderungen.“

→ Mehr dazu auf unserer Mammographie-Seite.

CT

„Unsere Computertomographie liefert präzise Schnittbilder für Kopf, Thorax, Abdomen, Becken und Gelenke.“

→ Mehr zu Ablauf und Vorbereitung auf unserer CT-Seite.


Wie die Untersuchung technisch funktioniert, erklären wir unter „Was ist CT?“.

futuristische, ausbalancierte Waage für den Nutzen von Röntgenstrahlen

Häufig gestellte Fragen zur Strahlendosis

Was bedeutet Millisievert (mSv)?

Sievert ist die Maßeinheit für die sogenannte effektive Dosis – ein Maß, das die unterschiedliche Strahlenempfindlichkeit der verschiedenen Organe und Gewebe berücksichtigt und so verschiedene Untersuchungen und auch die natürliche Strahlenexposition miteinander vergleichbar macht. Ein Millisievert (mSv) entspricht einem Tausendstel Sievert.

Ist die Strahlendosis bei jeder Untersuchung gleich hoch?

Nein. Die tatsächliche Dosis hängt von der untersuchten Region, dem individuellen Körperbau, der medizinisch notwendigen Anzahl an Aufnahmen bzw. Serien und der eingesetzten Gerätetechnik ab. Der Vergleich oben zeigt deshalb bewusst typische Richtwerte für einen Standardpatienten – Ihr individueller Wert kann davon abweichen.

Wer entscheidet, welche Untersuchung ich brauche?

Diese Entscheidung treffen der überweisende Arzt bzw. die überweisende Ärztin gemeinsam mit unserem fachkundigen Praxisteam für Sie individuell – abhängig von Ihrer Fragestellung. Der Vergleich oben dient ausschließlich der allgemeinen Einordnung und ersetzt diese Entscheidung nicht.

Gilt der Vergleich auch für Kinder oder Jugendliche?

Nein. Die angezeigten Werte gelten ausschließlich für erwachsene Patienten und Patientinnen. Bei Kindern und Jugendlichen gelten andere Dosiswerte und ein grundsätzlich noch zurückhaltenderer Einsatz von Röntgenstrahlung.

Kann ich meine Röntgen-, Mammographie- oder CT-Voraufnahmen berücksichtigen lassen?

Ja, gerne – bringen Sie Vorbefunde und ältere Aufnahmen (z. B. auf CD oder per QR-Code) zu Ihrem Termin mit. Das hilft uns, unnötige Wiederholungsuntersuchungen zu vermeiden.

Sie interessieren sich auch für Ihren Body-Mass-Index? Nutzen Sie unseren BMI-Rechner.

Sie interessieren sich auch für Ihre berechnete Nierenfunktion? Nutzen Sie unseren GFR-Rechner.


Bei Fragen zu einer bevorstehenden Untersuchung erreichen Sie uns telefonisch unter 06151 23466 oder über unsere Kontaktseite.