GFR-Rechner: Nierenfunktion (eGFR) einfach online berechnen – GFR-Werte nach Alter, Laborbefund und Kontrastmittel bei Nierenschwäche

Mit dem GFR-Rechner berechnen Sie Ihre Nierenfunktion als geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) aus Kreatininwert, Alter und Geschlecht – nach der CKD-EPI-Formel, die auch auf vielen Laborbefunden steht. Unten erfahren Sie, welcher GFR-Wert für Ihr Alter normal ist, was die Stadien G1 bis G5 bedeuten und was bei Kontrastmittel und eingeschränkter Nierenfunktion gilt. Vor einer CT oder MRT mit Kontrastmittel benötigen wir Ihren aktuellen Kreatininwert.

abtrakte Darstellung von zwei Nieren

Sie brauchen

Kreatininwert (mg/dl oder µmol/l), Alter, Geschlecht – Größe und Gewicht sind nicht nötig

normalwert

über 90, sinkt mit dem Alter (ab 70 Jahren im Schnitt um 75)



bedenklich

dauerhaft unter 60



VOR KONTRASTMITTEL

aktueller Kreatininwert, i.d.R. nicht älter als 3 Monate – spätestens 3 Tage vor dem Termin mitteilen

Privatsprechstunde

für Privatpatienten und Selbstzahler

06151 23480

GFR-Rechner

Geschätzte Nierenfunktion (eGFR) nach der CKD-EPI-2021-Formel berechnen – die Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen oder gespeichert.

– ml/min/1,73m² –

Der eGFR-Wert wird nach der CKD-EPI-2021-Formel geschätzt und ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren mit stabiler Nierenfunktion vorgesehen – bei akutem Nierenversagen, in der Schwangerschaft oder bei stark abweichender Muskelmasse ist er nur eingeschränkt aussagekräftig.

Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Einschätzung und berechnet keine Kontrastmittelmenge oder Dosisklasse – das legt unser Praxisteam individuell für Sie fest.

Welcher GFR-Wert ist für mein Alter normal?

Die Nierenfunktion nimmt mit dem Alter natürlicherweise ab. Ein GFR-Wert von 80 ist mit 30 Jahren niedrig, mit 75 Jahren dagegen ganz normal. Die Tabelle zeigt durchschnittliche eGFR-Werte gesunder Erwachsener:

Alter Durchschnittliche eGFR (ml/min/1,73 m²)
20–29 Jahre 116
30–39 Jahre 107
40–49 Jahre 99
50–59 Jahre 93
60–69 Jahre 85
ab 70 Jahren 75
  • Die Werte gelten für Frauen und Männer; der Rechner berücksichtigt das Geschlecht bereits in der Formel.
  • Es sind Durchschnittswerte – einzelne Werte etwas darunter oder darüber sind normal.
  • Auffällig ist ein Wert, der dauerhaft unter 60 liegt oder deutlich und rasch abfällt. Das sollte ärztlich abgeklärt werden.

Welcher GFR-Wert ist bedenklich? Die Stadien G1 bis G5

Der GFR-Wert wird in fünf Stadien eingeteilt. Unser Rechner zeigt Ihnen direkt an, in welchem Stadium Ihr Wert liegt:

Stadium eGFR (ml/min/1,73 m²) Bedeutung
G1 90 und mehr normale oder hohe Nierenfunktion
G2 60–89 leicht verminderte Nierenfunktion
G3a 45–59 leicht bis mäßig verminderte Nierenfunktion
G3b 30–44 mäßig bis stark verminderte Nierenfunktion
G4 15–29 stark verminderte Nierenfunktion
G5 unter 15 Nierenversagen
  • G1 und G2 sind für sich allein keine Nierenerkrankung – gerade im höheren Alter ist ein Wert zwischen 60 und 89 häufig normal. Erst zusätzliche Hinweise, zum Beispiel Eiweiß im Urin, sprechen für eine Nierenschädigung.
  • Liegt die eGFR länger als drei Monate unter 60, spricht man von einer chronischen Nierenerkrankung (chronische Niereninsuffizienz).
  • Ein einzelner niedriger Wert ist noch keine Diagnose. Bei einem auffälligen Wert lassen Sie ihn bitte von Ihrem Hausarzt kontrollieren; bei Bedarf überweist er Sie zum Nierenfacharzt (Nephrologen).

eGFR, GFR und Kreatinin im Laborbefund – was bedeuten die Werte?

Auf vielen Laborbefunden stehen zwei Nierenwerte untereinander: Kreatinin und eGFR, oft mit dem Zusatz „eGFR (CKD-EPI)“.

  • Kreatinin ist ein Abbauprodukt der Muskulatur, das über die Nieren ausgeschieden wird. Es wird im Blut gemessen. Arbeiten die Nieren schlechter, steigt der Kreatininwert.
  • eGFR ist die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate. Sie gibt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern, und wird aus dem Kreatininwert, dem Alter und dem Geschlecht berechnet – das „e“ steht für „estimated“, also geschätzt.
  • CKD-EPI ist der Name der Formel, mit der das Labor die eGFR berechnet. Sie müssen dazu nichts weiter beachten – der Zusatz zeigt nur, wie der Wert zustande kommt.
  • GFR bezeichnet die tatsächliche Filterleistung der Nieren. Sie lässt sich nur aufwendig messen; im Alltag wird deshalb fast immer die eGFR verwendet.
  • Die Einheit ml/min/1,73 m² bedeutet: Milliliter pro Minute, umgerechnet auf eine durchschnittliche Körperoberfläche. So lassen sich Werte von großen und kleinen Menschen vergleichen.

Kreatinin in mg/dl oder µmol/l?

Labore geben Kreatinin in mg/dl oder in µmol/l an. Der Rechner akzeptiert beide Einheiten – wählen Sie einfach die Einheit, die auf Ihrem Befund steht.

Kreatinin in mg/dl entspricht µmol/l
0,7 62
1,0 88
1,5 133
2,0 177

Umrechnung: mg/dl × 88,4 = µmol/l.


Warum weicht mein Ergebnis vom Laborbefund ab?

Unser Rechner verwendet die aktuelle CKD-EPI-Formel von 2021. Viele Labore rechnen noch mit der Vorgängerversion von 2009 oder mit anderen Formeln. Dadurch kann Ihr Ergebnis um einige Punkte vom Wert auf dem Laborbefund abweichen. Für die Einordnung in die Stadien spielt das meist keine Rolle.



Was der Rechner kann – und was nicht

  • Die eGFR ist ein Schätzwert und liefert einen guten ersten Anhaltspunkt.
  • Nur eingeschränkt aussagekräftig ist sie bei akutem Nierenversagen, in der Schwangerschaft und bei stark abweichender Muskelmasse.
  • Der Rechner ist für Erwachsene ab 18 Jahren vorgesehen.
  • Er ersetzt keine ärztliche Einschätzung, hilft Ihnen aber, Ihren Wert vor Ihrem Termin einzuordnen.

Was beeinflusst den GFR-Wert?

Weil die eGFR aus dem Kreatininwert berechnet wird, verändert alles, was den Kreatininwert beeinflusst, auch das Ergebnis. Zu niedrig kann die eGFR zum Beispiel ausfallen bei:

  • Flüssigkeitsmangel, etwa bei Durchfall, Erbrechen, Fieber oder wenn Sie sehr wenig getrunken haben
  • einer großen Fleisch- oder Fischmahlzeit kurz vor der Blutabnahme – gekochtes Fleisch kann den Kreatininwert vorübergehend erhöhen
  • viel Muskelmasse, zum Beispiel bei Kraftsportlern
  • Kreatin-Präparaten oder sehr eiweißreicher Ernährung
  • bestimmten Medikamenten, die die Ausscheidung von Kreatinin bremsen
  • einer akuten Erkrankung

Zu hoch kann die eGFR ausfallen bei wenig Muskelmasse, zum Beispiel im hohen Alter, bei starkem Gewichtsverlust oder nach einer Amputation – dann bildet der Körper wenig Kreatinin, und die Nierenfunktion wirkt besser, als sie ist.


Ist der GFR-Wert von der Trinkmenge abhängig?

Bei normaler Trinkmenge kaum. Ein deutlicher Flüssigkeitsmangel kann den Kreatininwert aber vorübergehend erhöhen und die eGFR senken. Wenn Ihr Wert überraschend niedrig ist, lassen Sie ihn bitte nach einigen Tagen mit ausreichendem Trinken kontrollieren.


Können sich schlechte Nierenwerte wieder erholen?

Das hängt von der Ursache ab:

  • Vorübergehende Verschlechterungen, etwa durch Flüssigkeitsmangel, eine akute Erkrankung oder bestimmte Medikamente, bessern sich oft wieder, wenn die Ursache behoben ist.
  • Eine chronische Nierenerkrankung bildet sich meist nicht zurück. Ihr Fortschreiten lässt sich aber oft verlangsamen – zum Beispiel durch gut eingestellten Blutdruck und Blutzucker. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Hausarzt oder Nephrologen.

Kontrastmittel und Niere: Was gilt bei eingeschränkter Nierenfunktion?

Kontrastmittel für die CT (iodhaltig) und für die MRT (gadoliniumhaltig) werden über die Nieren ausgeschieden – bei normaler Nierenfunktion ist die Hälfte nach etwa zwei Stunden ausgeschieden, nach 24 Stunden praktisch alles. Bei eingeschränkter Nierenfunktion dauert das länger. Deshalb benötigen wir vor jeder Kontrastmittelgabe Ihren aktuellen Kreatininwert.


Ist Kontrastmittel schädlich für die Nieren?

Bei normaler Nierenfunktion wird Kontrastmittel problemlos über die Nieren ausgeschieden.

  • Eine Verschlechterung der Nierenfunktion durch Kontrastmittel – erkennbar an einem Anstieg des Kreatininwerts innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der Gabe – betrifft vor allem Menschen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen.
  • Bei CT-Kontrastmittel über die Vene gilt eine eGFR unter 30 als wichtigster Risikofaktor.
  • Bei MRT-Kontrastmittel ist das Risiko einer Nierenschädigung in der üblichen Dosis äußerst gering.


Bei welchem GFR-Wert kein Kontrastmittel?

Eine feste Grenze, ab der grundsätzlich kein Kontrastmittel gegeben wird, gibt es nicht.

  • Bei einer eGFR ab 30 und stabiler Nierenfunktion gilt das Risiko für die Nieren bei Kontrastmittel über die Vene als gering.
  • Bei einer eGFR unter 30 ist die Nierenfunktion stark eingeschränkt. Dann wägen wir Nutzen und Risiko immer individuell ab – bei der CT und der MRT ganz unterschiedlich, weil sich die Kontrastmittel deutlich unterscheiden.
  • Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion bekannt ist – wir besprechen dann gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen.



Warum ist bei Niereninsuffizienz Vorsicht mit Kontrastmittel geboten?

  • Bei einer Niereninsuffizienz bleibt das Kontrastmittel länger im Körper, weil die Nieren es langsamer ausscheiden.
  • Iodhaltiges CT-Kontrastmittel kann eine bereits stark eingeschränkte Nierenfunktion zusätzlich verschlechtern.
  • Bei gadoliniumhaltigem MRT-Kontrastmittel steht nicht die Niere selbst im Vordergrund, sondern eine sehr seltene Erkrankung von Haut und Bindegewebe, die nephrogene systemische Fibrose (NSF). Sie trat früher fast ausschließlich bei schwer nierenkranken Patienten (eGFR unter 15 oder Dialyse) nach bestimmten älteren Kontrastmitteln auf, die in Europa heute nicht mehr in die Vene gegeben werden.


CT und MRT mit Kontrastmittel bei eingeschränkter Nierenfunktion im Vergleich

CT mit Kontrastmittel MRT mit Kontrastmittel
Kontrastmittel iodhaltig gadoliniumhaltig, makrozyklisch
Risiko für die Nieren vor allem bei eGFR unter 30 in der üblichen Dosis äußerst gering
Worauf es bei stark eingeschränkter Nierenfunktion ankommt Verschlechterung der Nierenfunktion vermeiden sehr seltene nephrogene systemische Fibrose
Vorgehen bei eGFR unter 30 individuelle Abwägung, zum Beispiel ein anderes Untersuchungsverfahren individuelle Abwägung; makrozyklische Kontrastmittel gehören zur Gruppe mit dem niedrigsten Risiko

MRT mit Kontrastmittel bei Niereninsuffizienz

Für die MRT verwenden wir ein makrozyklisches Kontrastmittel. Darin ist das Gadolinium besonders fest in ein ringförmiges Trägermolekül eingebunden. Diese Kontrastmittel gehören zur Gruppe mit dem niedrigsten Risiko für eine nephrogene systemische Fibrose. Wir geben stets die kleinstmögliche Menge, die für eine aussagekräftige Untersuchung nötig ist.

CT mit Kontrastmittel bei Niereninsuffizienz

Für die CT verwenden wir ein iodhaltiges Kontrastmittel, das unverändert über die Nieren ausgeschieden wird. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion prüfen wir, ob die Fragestellung auch ohne iodhaltiges Kontrastmittel beantwortet werden kann, zum Beispiel mit einer MRT oder einem Ultraschall. Wie im Einzelfall vorgegangen wird, stimmen wir mit Ihnen und Ihrem überweisenden Arzt ab.

Kontrastmittel bei Dialyse

Auch Dialysepatienten können Kontrastmittel erhalten. Sowohl CT- als auch MRT-Kontrastmittel werden durch die Dialyse aus dem Blut entfernt.

  • CT-Kontrastmittel bei Hämodialyse: Der Termin muss nicht auf die Dialyse abgestimmt werden, und eine zusätzliche Dialyse zum Entfernen des Kontrastmittels ist nicht nötig.
  • MRT-Kontrastmittel bei Hämodialyse: Nach dem makrozyklischen Kontrastmittel, das wir verwenden, ist keine sofortige Dialyse nötig. Wird bei einer speziellen Fragestellung an der Leber ein leberspezifisches Kontrastmittel benötigt, wird eine Dialyse direkt nach der Untersuchung und an den beiden folgenden Tagen empfohlen – das muss vorab mit Ihrem Dialysezentrum abgestimmt werden.
  • Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse): Eine zusätzliche Hämodialyse ist nach CT-Kontrastmittel nicht nötig, nach makrozyklischem MRT-Kontrastmittel ist keine sofortige Dialyse nötig.
  • Restausscheidung: Wenn Sie noch Urin ausscheiden, ist diese Restfunktion der Nieren wertvoll. Bei iodhaltigem Kontrastmittel wird deshalb Nutzen und Risiko mit Blick auf Ihre Restausscheidung abgewogen.
  • GFR-Wert bei Dialyse: Bei Dialysepatienten ist der berechnete GFR-Wert nicht aussagekräftig. Bitte teilen Sie uns bei der Terminvereinbarung mit, dass Sie zur Dialyse gehen, an welchen Tagen und ob Sie noch Urin ausscheiden.


Mehr zu Nebenwirkungen, Metformin, Schilddrüse und Stillzeit finden Sie auf unserer Seite zu Kontrastmittel bei MRT und CT.

Kreatininwert vor CT und MRT


Wann wird der Kreatininwert gebraucht?

Nur, wenn bei Ihrer CT- oder MRT-Untersuchung Kontrastmittel gegeben wird. Ob das der Fall ist, klären wir individuell anhand Ihrer Fragestellung. Bei einer Untersuchung ohne Kontrastmittel ist der Wert nicht erforderlich.


Wie alt darf der Kreatininwert sein?

Ihr Kreatininwert sollte in der Regel nicht älter als 3 Monate sein.


Bis wann muss der Wert vorliegen?

Teilen Sie uns Ihren Kreatininwert bitte spätestens 3 Tage vor Ihrem Termin online oder telefonisch mit. Liegen uns Ihre Werte nicht rechtzeitig vor, müssen wir Ihren Termin leider absagen.

  • Den Wert bestimmt in der Regel Ihr Hausarzt mit einer einfachen Blutabnahme.
  • Mit dem GFR-Rechner oben können Sie Ihren Wert vorab selbst einordnen.
  • Mehr zu Ablauf und Vorbereitung finden Sie auf unseren Seiten zur Computertomographie und zur Kernspintomographie.

Häufige Fragen (FAQ):

Warum fragt der Rechner nicht nach Größe und Gewicht?

Die CKD-EPI-Formel braucht dafür keine Angaben. Das Ergebnis wird auf eine durchschnittliche Körperoberfläche von 1,73 m² bezogen, damit sich Werte verschiedener Menschen vergleichen lassen. Größe und Gewicht werden nur in besonderen Fällen benötigt, zum Beispiel wenn Ärzte die Dosis bestimmter Medikamente bei sehr großen oder sehr kleinen Menschen genau berechnen.

Was ist der Unterschied zwischen Kreatinin und eGFR?

Kreatinin ist ein Stoffwechselprodukt, das über die Nieren ausgeschieden wird und im Blut gemessen werden kann. Die eGFR wird aus diesem Kreatininwert zusammen mit Alter und Geschlecht berechnet und gibt – anders als der reine Kreatininwert – direkt an, wie gut Ihre Nieren aktuell arbeiten.

Welche Formel ist die beste, um die GFR zu berechnen?

Für Erwachsene gilt die CKD-EPI-Formel als Standard; unser Rechner verwendet die aktuelle Version von 2021. Ältere Formeln wie die MDRD-Formel werden heute seltener verwendet. Die Cockcroft-Gault-Formel schätzt die Kreatinin-Clearance und braucht das Körpergewicht – sie wird vor allem für die Dosierung von Medikamenten verwendet.

Ist die GFR das Gleiche wie die Kreatinin-Clearance?

Nicht ganz. Die Kreatinin-Clearance wird mit einer 24-Stunden-Urinsammlung und einer Blutabnahme bestimmt. Die Nieren filtern Kreatinin nicht nur, sondern scheiden es zusätzlich aktiv aus – die Clearance fällt deshalb eher etwas höher aus als die tatsächliche GFR. Außerdem ist sie durch Fehler beim Sammeln oft ungenau. Für die meisten Fragestellungen reicht die eGFR aus dem Blutwert.

Muss ich für die Blutabnahme nüchtern sein?

Für den Kreatininwert müssen Sie nicht nüchtern sein. Verzichten Sie aber vor der Blutabnahme möglichst auf eine große Fleisch- oder Fischmahlzeit, da sie den Kreatininwert vorübergehend erhöhen kann. Ob für andere Blutwerte eine Nüchternheit nötig ist, sagt Ihnen Ihr Hausarzt.

Ist ein hoher GFR-Wert schlecht?

Ein Wert über 90 entspricht einer normalen Nierenfunktion und ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Sehr hohe Werte können rechnerisch entstehen, wenn wenig Muskelmasse vorhanden ist und der Körper deshalb wenig Kreatinin bildet.

Was bedeuten die Stufen G1 bis G5?

Die eGFR wird in fünf Stufen eingeteilt, von normaler oder hoher Nierenfunktion (G1) bis hin zum Nierenversagen (G5). Der Rechner oben zeigt Ihnen direkt an, in welcher Stufe Ihr berechneter Wert liegt; die genauen Grenzwerte finden Sie in der Tabelle oben.

Ich habe meinen Kreatininwert vergessen – was nun?

Ohne aktuellen Nierenwert können wir kein Kontrastmittel geben. Liegt uns Ihr Kreatininwert nicht spätestens 3 Tage vor dem Termin vor, müssen wir Ihren Termin leider absagen und an andere Patienten vergeben. Bitte lassen Sie den Wert deshalb rechtzeitig bei Ihrem Hausarzt bestimmen und teilen Sie ihn uns online oder telefonisch mit.

Ersetzt der Rechner eine Blutabnahme?

Nein. Der Rechner benötigt Ihren aktuellen Kreatininwert aus einer Blutuntersuchung als Eingabe – er ersetzt diese nicht, sondern hilft Ihnen, den Wert richtig einzuordnen.

tippende Hände, Autorenschaft PD Dr. Heinrich über Nierenverträglichkeit von Kontrastmitteln Mitautor des Fachbuchs „Kontrastmittel und Niere

Über den Autor

Verfasst von PD Dr. med. Marc C. Heinrich, Facharzt für Radiologie. Er hat zur Nierenverträglichkeit von Kontrastmitteln unter anderem in der Fachzeitschrift Radiology veröffentlicht und ist Mitherausgeber und Mitautor des Fachbuchs „Kontrastmittel und Niere“.

tippende Hände, Autorenschaft PD Dr. Heinrich über Nierenverträglichkeit von Kontrastmitteln Mitautor des Fachbuchs „Kontrastmittel und Niere

Über die Autorin

Verfasst von Dr. Martina Heckmann, Fachärztin für Radiologie. Sie hat zur Bestimmung der Nierenfunktion / der glomerulären Filtrationsrate (GFR) promoviert.

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