Vorsorge in der Radiologie: Prostata, Brust und Knochendichte
Aktiv vorsorgen, auch wenn die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt.
Manche der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen sind keine Kassenleistung – das macht sie nicht weniger sinnvoll. Wir bieten drei eigenständige Vorsorgeuntersuchungen als Selbstzahlerleistung an, ohne Überweisung:
- Prostata-MRT zur Vorsorge bei Prostatakrebs
- Mamma-MRT zur Vorsorge bei Brustkrebs
- Knochendichtemessung (DXA) zur Vorsorge bei Osteoporose
Warum Vorsorge auch ohne Kassenleistung?
Dass eine Vorsorgeuntersuchung medizinisch sinnvoll ist, bedeutet nicht automatisch, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sie auch bezahlt: Welche Leistungen die GKV im Rahmen der Vorsorge übernimmt, ist gesetzlich exakt festgelegt – unabhängig vom individuellen Nutzen im Einzelfall.
Nicht im GKV-Katalog
Prostata-MRT, Mamma-MRT und Knochendichtemessung
gehören zur reinen Vorsorge – also ohne konkreten Verdacht – nicht zu diesem gesetzlich festgelegten Katalog. Das ist eine gesetzliche Festlegung, keine Entscheidung unserer Praxis.
Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)
Alle drei Untersuchungen zählen deshalb zu den IGeL-Leistungen. Sie entscheiden sich bewusst dafür, selbst in Ihre Vorsorge zu investieren – wir beraten Sie dabei ausführlich.
Erfahrenes Ärzteteam
Prostata-MRT: ausschließlich Q2-zertifizierte Ärzte (Dr. Heckmann, PD Dr. Heinrich). Mamma-MRT: Dr. Heckmann, mit KV-Zulassung für Mamma-MRT.
Bei Fragen rufen Sie uns gerne unter unserer Privat-Hotline 06151 23480 an.
IGeL· keine Kassenleistung
Ohne Überweisung
Q2-zertifiziert
Prostata-MRT zur Vorsorge – auch ohne erhöhten PSA-Wert
Die Früherkennung stützt sich in Deutschland meist auf den PSA-Wert. Wichtig zu wissen: Auch ein unauffälliger PSA-Wert schließt ein Prostatakarzinom nicht sicher aus.
- Die MRT macht tumorverdächtige Areale unabhängig vom PSA-Wert sichtbar
- Zuverlässigere Erkennung behandlungsbedürftiger Tumoren als eine Biopsie ohne Bildsteuerung
- Besonders interessant bei familiärer Vorbelastung oder persönlichem Sicherheitsbedürfnis
- Befundung nach dem international anerkannten PI-RADS-Standard
Studienlage: Auch bei PSA-Werten im „normalen" Bereich war bei einem relevanten Teil der untersuchten Männer ein Prostatakarzinom nachweisbar (Thompson et al., New England Journal of Medicine, 2004). Bildgesteuerte MRT-Diagnostik erkennt behandlungsbedürftigen Prostatakrebs nachweislich zuverlässiger als eine Biopsie ohne Bildsteuerung (Ahmed et al., The Lancet, 2017).
IGeL· keine Kassenleistung
Ohne Überweisung
sensitivstes Verfahren
Mamma-MRT zur Vorsorge – besonders bei sehr dichtem Drüsengewebe
Die Mammographie ist die etablierte Basis der Brustkrebs-Früherkennung. Bei sehr dichtem Drüsengewebe (im Befund als „Beurteilbarkeitsstufe D" bezeichnet) kann ein Tumor darin jedoch leichter übersehen werden.
- Die Mamma-MRT ist das empfindlichste bildgebende Verfahren und arbeitet unabhängig von der Gewebedichte
- Empfohlen für Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe (Beurteilbarkeitsstufe D)
- Auch bei Brustimplantaten sinnvoll – diese schränken die Mammographie ähnlich ein
- Bei bestimmten medizinischen Indikationen (z. B. nach Brustkrebs, BRCA1/2-Mutation) ohnehin Kassenleistung
Leitlinienempfehlung: Die European Society of Breast Imaging (EUSOBI) empfiehlt, Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe (Beurteilbarkeitsstufe D) eine Mamma-MRT als zusätzliche Screening-Untersuchung anzubieten – mit dem Potenzial, die brustkrebsbedingte Sterblichkeit in dieser Gruppe zu senken (Mann et al., European Radiology, 2022, EUSOBI-Empfehlung).
IGeL· keine Kassenleistung
Ohne Überweisung
Schnell & strahlungsarm
Knochendichtemessung (DXA) zur Osteoporose-Vorsorge
Osteoporose verläuft über Jahre unbemerkt – meist bis zum ersten Knochenbruch. Die DXA weist einen erhöhten Knochenschwund schon vorher zuverlässig nach.
- Ab dem 70. Lebensjahr laut Leitlinie generell empfohlen – unabhängig von weiteren Risikofaktoren
- Schon ab den Wechseljahren (Frauen) bzw. ab 50 (Männer) risikoabhängig empfohlen
- Risikofaktoren u. a.: familiäre Vorbelastung, Untergewicht, bestimmte Vorerkrankungen oder Medikamente
- Bei bereits eingetretenem Bruch oder bestimmten Risikokonstellationen übernimmt die GKV die Kosten
Leitlinie: Die DVO-Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose" (2023) des Dachverbands Osteologie empfiehlt eine Knochendichtemessung deutlich früher, als viele Menschen denken – nicht erst nach dem ersten Bruch.
Ablauf und Kosten
Keine Überweisung nötig
Für alle drei Vorsorgeuntersuchungen benötigen Sie keine Überweisung. Da es sich um Selbstzahlerleistungen handelt, nennen wir Ihnen die für Sie zutreffenden Kosten gerne unverbindlich im persönlichen Telefonat.
