Vorsorge in der Radiologie: Prostata, Brust und Knochendichte

Aktiv vorsorgen, auch wenn die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt.

Manche der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen sind keine Kassenleistung – das macht sie nicht weniger sinnvoll. Wir bieten drei eigenständige Vorsorgeuntersuchungen als Selbstzahlerleistung an, ohne Überweisung:

  • Prostata-MRT zur Vorsorge bei Prostatakrebs
  • Mamma-MRT zur Vorsorge bei Brustkrebs
  • Knochendichtemessung (DXA) zur Vorsorge bei Osteoporose


Privat-Hotline: 06151 23480
Empfang und Anmeldung für die medizinische Vorsorge in der Radiologie am Luisenplatz in Darmstadt

Warum Vorsorge auch ohne Kassenleistung?

Dass eine Vorsorgeuntersuchung medizinisch sinnvoll ist, bedeutet nicht automatisch, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sie auch bezahlt: Welche Leistungen die GKV im Rahmen der Vorsorge übernimmt, ist gesetzlich exakt festgelegt – unabhängig vom individuellen Nutzen im Einzelfall.

Nicht im GKV-Katalog

Prostata-MRT, Mamma-MRT und Knochendichtemessung gehören zur reinen Vorsorge – also ohne konkreten Verdacht – nicht zu diesem gesetzlich festgelegten Katalog. Das ist eine gesetzliche Festlegung, keine Entscheidung unserer Praxis.

Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)

Alle drei Untersuchungen zählen deshalb zu den IGeL-Leistungen. Sie entscheiden sich bewusst dafür, selbst in Ihre Vorsorge zu investieren – wir beraten Sie dabei ausführlich.


Erfahrenes Ärzteteam

Prostata-MRT: ausschließlich Q2-zertifizierte Ärzte (Dr. Heckmann, PD Dr. Heinrich). Mamma-MRT: Dr. Heckmann, mit KV-Zulassung für Mamma-MRT.




Bei Fragen rufen Sie uns gerne unter unserer Privat-Hotline 06151 23480 an.

IGeL· keine Kassenleistung

Ohne Überweisung

Q2-zertifiziert

Prostata-MRT zur Vorsorge – auch ohne erhöhten PSA-Wert

Die Früherkennung stützt sich in Deutschland meist auf den PSA-Wert. Wichtig zu wissen: Auch ein unauffälliger PSA-Wert schließt ein Prostatakarzinom nicht sicher aus.

  • Die MRT macht tumorverdächtige Areale unabhängig vom PSA-Wert sichtbar
  • Zuverlässigere Erkennung behandlungsbedürftiger Tumoren als eine Biopsie ohne Bildsteuerung
  • Besonders interessant bei familiärer Vorbelastung oder persönlichem Sicherheitsbedürfnis
  • Befundung nach dem international anerkannten PI-RADS-Standard

Studienlage: Auch bei PSA-Werten im „normalen" Bereich war bei einem relevanten Teil der untersuchten Männer ein Prostatakarzinom nachweisbar (Thompson et al., New England Journal of Medicine, 2004). Bildgesteuerte MRT-Diagnostik erkennt behandlungsbedürftigen Prostatakrebs nachweislich zuverlässiger als eine Biopsie ohne Bildsteuerung (Ahmed et al., The Lancet, 2017).

IGeL· keine Kassenleistung

Ohne Überweisung

sensitivstes Verfahren

Mamma-MRT zur Vorsorge – besonders bei sehr dichtem Drüsengewebe

Die Mammographie ist die etablierte Basis der Brustkrebs-Früherkennung. Bei sehr dichtem Drüsengewebe (im Befund als „Beurteilbarkeitsstufe D" bezeichnet) kann ein Tumor darin jedoch leichter übersehen werden.

  • Die Mamma-MRT ist das empfindlichste bildgebende Verfahren und arbeitet unabhängig von der Gewebedichte
  • Empfohlen für Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe (Beurteilbarkeitsstufe D)
  • Auch bei Brustimplantaten sinnvoll – diese schränken die Mammographie ähnlich ein
  • Bei bestimmten medizinischen Indikationen (z. B. nach Brustkrebs, BRCA1/2-Mutation) ohnehin Kassenleistung

Leitlinienempfehlung: Die European Society of Breast Imaging (EUSOBI) empfiehlt, Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe (Beurteilbarkeitsstufe D) eine Mamma-MRT als zusätzliche Screening-Untersuchung anzubieten – mit dem Potenzial, die brustkrebsbedingte Sterblichkeit in dieser Gruppe zu senken (Mann et al., European Radiology, 2022, EUSOBI-Empfehlung).

IGeL· keine Kassenleistung

Ohne Überweisung

Schnell & strahlungsarm

Knochendichtemessung (DXA) zur Osteoporose-Vorsorge

Osteoporose verläuft über Jahre unbemerkt – meist bis zum ersten Knochenbruch. Die DXA weist einen erhöhten Knochenschwund schon vorher zuverlässig nach.



  • Ab dem 70. Lebensjahr laut Leitlinie generell empfohlen – unabhängig von weiteren Risikofaktoren
  • Schon ab den Wechseljahren (Frauen) bzw. ab 50 (Männer) risikoabhängig empfohlen
  • Risikofaktoren u. a.: familiäre Vorbelastung, Untergewicht, bestimmte Vorerkrankungen oder Medikamente
  • Bei bereits eingetretenem Bruch oder bestimmten Risikokonstellationen übernimmt die GKV die Kosten

Leitlinie: Die DVO-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose" (2023) des Dachverbands Osteologie empfiehlt eine Knochendichtemessung deutlich früher, als viele Menschen denken – nicht erst nach dem ersten Bruch.

Ablauf und Kosten

Icon Privatpatient

Keine Überweisung nötig

Für alle drei Vorsorgeuntersuchungen benötigen Sie keine Überweisung. Da es sich um Selbstzahlerleistungen handelt, nennen wir Ihnen die für Sie zutreffenden Kosten gerne unverbindlich im persönlichen Telefonat.

Privat-Hotline: 06151 23480

Häufig gestellte Fragen

Warum übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht, wenn die Untersuchung doch sinnvoll ist?

Welche Vorsorgeuntersuchungen die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, ist gesetzlich exakt festgelegt – unabhängig davon, wie sinnvoll eine Untersuchung im Einzelfall ist. Prostata-MRT, Mamma-MRT und Knochendichtemessung gehören zur reinen Vorsorge ohne konkreten Anlass nicht zu diesem Katalog. Das ist eine feste gesetzliche Festlegung, keine Entscheidung unserer Praxis – diese drei Untersuchungen zählen deshalb zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), die Sie selbst tragen.

Ab welchem Alter ist eine Vorsorge sinnvoll?

Das ist je nach Untersuchung unterschiedlich und hängt zusätzlich von Ihrem individuellen Risikoprofil ab – Einzelheiten finden Sie in den Abschnitten oben zu Prostata-MRT, Mamma-MRT und Knochendichtemessung. Am besten besprechen wir das kurz telefonisch mit Ihnen.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein. Für alle drei Vorsorgeuntersuchungen als Selbstzahlerleistung benötigen Sie keine Überweisung.

Was passiert, wenn bei der MRT ein auffälliger Befund gefunden wird?

Wir besprechen jeden MRT-Befund persönlich mit Ihnen und erläutern die sinnvollen nächsten Schritte, gegebenenfalls in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt. Ein auffälliger Befund bedeutet dabei nicht automatisch eine Krebserkrankung – oft sind weitere, gezielte Abklärungen der nächste Schritt.