Prostata-MRT (mpMRT) in Darmstadt zur Früherkennung von Prostatakrebs – Ablauf, Vorbereitung, Kosten und Befund

Die multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT) ist die derzeit genaueste, strahlungsfreie Methode zur Vorsorge und Früherkennung von Prostatakrebs, vor allem bei erhöhtem PSA-Wert oder auffälligem Tastbefund. Besteht durch einen erhöhten PSA-Wert oder einen auffälligen Tastbefund der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, bietet das Verfahren eine hohe diagnostische Sicherheit. In der Radiologie am Luisenplatz in Darmstadt führen Dr. Heckmann und PD Dr. Heinrich die Prostata-MRT nach höchsten Qualitätsstandards durch:

Dauer

rund 20 Minuten


Nach der Untersuchung:

ca. 4 Stunden nicht selbst Auto fahren

Vorbereitung

etwa 4 Stunden vorher nichts essen, Blase und Enddarm entleert.




Kontrastmittel

ja (außer bei Kontraindikationen) – aktueller Kreatininwert spätestens 3 Tage vorher



BEFUND

Auswertung bis zu etwa 45 Minuten, danach persönliche Befundbesprechung


Kostenübernahme

Abrechnung nach GOÄ – für Privatpatienten in der Regel erstattet, für gesetzlich Versicherte Selbstzahlerleistung

Privatsprechstunde

für Privatpatienten und Selbstzahler



06151 23480

  • Höchste Expertise: Q2-Zertifikat der AG Uro-Radiologie der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) – die höchste Zusatzqualifikation für die Prostata-MRT-Diagnostik in Deutschland.


  • Zertifizierte Bildqualität: Bestätigt durch das Qualitätstestat des Berufsverbandes der deutschen Radiologen und des Qualitäts-Ring-Radiologie.


  • Innovative Technik: High-End-Kernspintomographie mit moderner Deep-Learning-Rekonstruktion für gestochen scharfe Bilder bei deutlich verkürzter Untersuchungszeit und mehr Patientenkomfort.


  • Präzise Biopsieplanung: Optimale Lokalisierung verdächtiger Areale zur Vermeidung unnötiger Gewebeentnahmen.

Für privat Versicherte und Selbstzahler bieten wir eine spezielle Prostata-Sprechstunde an. Vereinbaren Sie einfach Ihren Wunschtermin.

Logo Q2-Zusatzqualifizierung MRT der Prostata  der deutschen Röntgengesellschaft für Dr. Heckmann und PD Dr. Heinrich
Qualitätstestat hohe Bildqualität MRT Prostatografie
Logo der AG Uroradiologie für das Q1-Zertifikat MRT der Prostata

Früherkennung von Prostatakrebs

  • Männern ab 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von 10 Jahren und mehr, die eine Früherkennung wünschen oder mit einer familiären Belastung, soll die Bestimmung des PSA-Werts angeboten werden.
  • Ein erhöhter PSA-Wert ≥3 ng/ml soll innerhalb von 3 Monaten kontrolliert werden.
  • Zur Früherkennung von Prostatakarzinomen soll keine digital-rektale Untersuchung mehr erfolgen.
  • Bei einem kontrolliert erhöhten PSA-Wert ≥3 ng/ml und urologisch bestätigtem Risiko für ein Prostatakarzinom, soll eine MRT der Prostata zur weiteren Risikostratifizierung und Biopsieplanung erfolgen.

    Quelle: S3-Leitlinie Prostatakarzinom

Prostatakrebs Vorsorge mit MRT

Bild von Freepik

Was ist eine multiparametrische MRT der Prostata?

Bei der multiparametrischen MRT der Prostata (mpMRT) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren ohne Röntgenstrahlung, das mithilfe eines starken Magnetfeldes und Radiowellen hochauflösende Schnittbilder der Prostata erzeugt. „Multiparametrisch" bedeutet, dass mehrere unterschiedliche MR-Parameter miteinander kombiniert werden: eine anatomische Darstellung des Gewebes, eine Analyse der Zelldichte sowie eine Beurteilung der Durchblutung. Erst das Zusammenspiel dieser verschiedenen Parameter ermöglicht die umfassende Beurteilung der Prostata.

unauffällige hochaufgelöste Prostata-MRT im Rahmen der Früherkennung

Wie funktioniert eine mpMRT?

Die mpMRT verbindet mehrere Aufnahmetechniken zu einer Gesamtuntersuchung:

  • T2-gewichtete Bilder zeigen die anatomische Struktur der Prostata sehr detailliert.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung (DWI) erfasst die Beweglichkeit von Wassermolekülen im Gewebe und gibt Hinweise auf eine erhöhte Zelldichte, wie sie bei Tumoren vorkommt.
  • Dynamische kontrastmittelverstärkte Sequenzen (DCE) stellen die Durchblutung und Gefäßneubildung im Gewebe dar, nachdem ein Kontrastmittel über die Vene verabreicht wurde.


Erst die Zusammenschau dieser drei Bausteine ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung verdächtiger Areale.

Dynamische kontrastverstärkte Sequenz, der Tumor nimmt früh Kontrastmittel auf.

Wie stellen wir gute Bildqualität sicher?

In unserer Praxis setzen wir hochmoderne Deep-Learning-Rekonstruktion (DLR) ein: Diese KI-gestützte Technik berechnet aus den Rohdaten hochaufgelöste, gestochen scharfe anatomische Bilder – bei deutlich kürzerer Untersuchungszeit. Das bedeutet mehr Komfort während der Untersuchung und eine höhere diagnostische Sicherheit bei der Beurteilung selbst kleiner Gewebeveränderungen.

Bessere Bildqualität und kürzere Untersuchungszeit beim Prostata-MRT durch DLR im Vergleich zum Standard-MRT: Sato et al. 2024, Ursprung et al. 2025, Kobayashi et al. 2025

Was zeigt die Prostata-MRT?

Die Prostata-MRT stellt die gesamte Prostata mit ihren Zonen dar, außerdem die Samenblasen und das umgebende Gewebe im Becken. Typische Befunde sind zum Beispiel:

  • Prostatakrebs (Prostatakarzinom) – Lage, Größe und Ausdehnung verdächtiger Herde, bewertet nach dem PI-RADS-System
  • Gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) – vergrößerte Übergangszone mit zahlreichen Knoten; eine häufige Ursache für einen erhöhten PSA-Wert ohne Krebs
  • Entzündliche Veränderungen (Prostatitis) – können den PSA-Wert ebenfalls erhöhen und im Bild einem Tumor ähneln
  • Zysten in oder neben der Prostata – meist harmlose Zufallsbefunde
  • Prostatavolumen – daraus ergibt sich die PSA-Dichte, also der PSA-Wert im Verhältnis zur Größe der Prostata, die Ihr Urologe für die weitere Planung nutzt
  • Samenblasen, Lymphknoten und Knochen im Becken – werden mitbeurteilt, zum Beispiel bei der Frage, ob sich ein Tumor ausgebreitet hat

Bildbeispiele einer unauffälligen Prostata (PI-RADS 1), einer gutartigen Vergrößerung (PI-RADS 2) und von Prostatakrebs (PI-RADS 4 und 5) finden Sie auf unserer Seite PI-RADS und Prostata-MRT-Befund verstehen.

alter Mann am See während aktiver Überwachung bei Prostatakrebs

Warum und bei wem sollte die MRT der Prostata durchgeführt werden?

Eine mpMRT kommt insbesondere in folgenden Situationen zum Einsatz:

  • im Rahmen der risikoadaptierten, PSA-basierten Früherkennung bei erhöhtem oder in kurzer Zeit ansteigendem PSA-Wert
  • vor einer geplanten Erst-Biopsie der Prostata (Primärdiagnostik), um verdächtige Areale gezielt zu lokalisieren
  • bei fortbestehendem Krebsverdacht nach einer unauffälligen (negativen) Biopsie ohne vorherige MRT
  • vor Beginn sowie im Rahmen der Verlaufskontrollen einer aktiven Überwachung („Active Surveillance") bei bereits diagnostiziertem, Prostatakrebs mit niedrigem Risiko, insbesondere bei einem signifikanten PSA-Anstieg
  • zur Stadieneinteilung vor einer Therapieentscheidung sowie bei Verdacht auf ein örtliches Wiederauftreten (Rezidiv) nach vorheriger Behandlung
  • bei auffälligem Tastbefund oder familiärer bzw. genetischer Vorbelastung (z. B. Prostatakrebs bei Vater oder Bruder) als Anlass für eine intensivierte, risikoadaptierte PSA-Früherkennung


Infoblatt aktive Überwachung bei Prostatakrebs herunterladen ⬇

Wie aussagekräftig ist die Prostata-MRT – und wo liegen die Grenzen?

Die multiparametrische Prostata-MRT ist das genaueste bildgebende Verfahren, um einen klinisch bedeutsamen Prostatakrebs zu erkennen und zu lokalisieren. Den Nachweis durch eine Gewebeprobe (Biopsie) ersetzt sie nicht.

Was die Prostata-MRT leistet:

  • Klinisch bedeutsame Tumoren werden meist zuverlässig erkannt und genau lokalisiert – als Grundlage für eine gezielte Biopsie.
  • Ein unauffälliger Befund (PI-RADS 1–2) macht einen klinisch bedeutsamen Prostatakrebs sehr unwahrscheinlich; häufig kann dann auf eine Biopsie verzichtet werden.
  • Die Ausdehnung eines Tumors lässt sich beurteilen, zum Beispiel ob er die Prostatakapsel überschreitet oder die Samenblasen erreicht.

Wo die Grenzen der Prostata-MRT liegen:

  • Gut- oder bösartig: Die MRT gibt eine Wahrscheinlichkeit an (PI-RADS 1–5). Ob ein verdächtiger Herd tatsächlich Krebs ist, klärt erst die Gewebeprobe (Biopsie).
  • Kein vollständiger Ausschluss: Auch bei unauffälligem Befund bleibt ein geringes Restrisiko. Ihr Urologe legt deshalb fest, wie der PSA-Wert weiter kontrolliert wird.
  • Kleine, wenig aggressive Tumoren sind nicht immer sichtbar – sie sind allerdings oft nicht behandlungsbedürftig.
  • Unklare Befunde (PI-RADS 3): Gutartige Veränderungen wie eine Entzündung oder Knoten einer Prostatavergrößerung können einem Tumor ähneln.
  • Bildqualität: Sie kann zum Beispiel durch Darmgas, durch Einblutungen nach einer kurz zurückliegenden Biopsie (deshalb mindestens sechs Wochen Abstand) oder durch Metallimplantate im Becken wie eine Hüftprothese eingeschränkt sein.

Was Sie außerdem über MRT der Prostata wissen sollten:

  • Für gesetzlich Versicherte ist die Prostata-MRT eine Selbstzahlerleistung.
  • Das Medikament gegen Darmbewegungen kann vorübergehend die Sehschärfe beeinträchtigen – bitte ca. 4 Stunden nicht selbst Auto fahren.
  • Das Kontrastmittel wird über eine Armvene gegeben; Unverträglichkeitsreaktionen sind selten. Dafür benötigen wir Ihren aktuellen Kreatininwert.

Ist eine MRT der Prostata sinnvoll?

Die mpMRT hat sich als fester Bestandteil der Leitlinien-gerechten Prostatakrebs-Diagnostik etabliert:

  • Sie erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, klinisch bedeutsame Tumore zu entdecken.
  • Gleichzeitig hilft sie, unnötige Gewebeentnahmen zu vermeiden, da bei einer unauffälligen mpMRT häufig auf eine Biopsie verzichtet werden kann.
  • So schützt die MRT sowohl vor überflüssigen invasiven Eingriffen als auch vor einer Überdiagnostik klinisch unbedeutender Tumore.
Schaltraum Prostata-MRT mit deep resolve Technologie für hochaufgelöste Bilder

Welche Methoden der Prostata-Untersuchung gibt es?

Zur Abklärung der Prostata stehen mehrere sich ergänzende Verfahren zur Verfügung:

  • Digital-rektale Untersuchung (DRU): Abtasten der Prostata durch den Urologen
  • PSA-Bestimmung: Bluttest zur Messung des prostataspezifischen Antigens
  • Transrektaler Ultraschall (TRUS): schnelle, aber weniger kontrastreiche Bildgebung über den Enddarm
  • Multiparametrische MRT (mpMRT): hochauflösende, strahlungsfreie Schnittbildgebung
  • Biopsie: systematische (Zufalls-)Entnahme oder gezielte MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie verdächtiger Areale
MRT Prostata mit Prostatakarzinom (Prostatakrebs)

Prostata-Untersuchung mit Ultraschall oder MRT?

Der transrektale Ultraschall (TRUS) dient der Darstellung der gesamten Prostata und unterstützt die Durchführung der Biopsie. Er kann zur Volumetrie und zur Berechnung der PSA-Dichte eingesetzt werden. Er bietet jedoch nur einen begrenzten Weichteilkontrast und kann einen klinisch signifikanten Tumor nicht sicher ausschließen.

Die mpMRT dagegen stellt Gewebestrukturen deutlich detailreicher dar, ermöglicht eine standardisierte Bewertung nach PI-RADS-Kriterien und erkennt klinisch bedeutsame Tumoren zuverlässiger.

In der modernen Diagnostik ergänzen sich beide Verfahren häufig: Zeigt die mpMRT verdächtige Areale, können diese im Rahmen einer Fusionsbiopsie, bei der MRT- und Ultraschallbilder übereinandergelegt werden, gezielt biopsiert werden.

Wann muss eine mpMRT der Prostata durchgeführt werden?

  • Eine MRT der Prostata im Rahmen der Primärdiagnostik soll laut Leitlinie ab einer bestätigten Erhöhung des PSA-Werts von ≥3 ng/ml und vor einer Biopsie erfolgen.
  • Die Durchführung der MRT soll entsprechend den aktuellen Qualitätsstandards und die Befundung durch einen für die Prostata-MRT Q2-zertifizierten Radiologen erfolgen
Q2 Zertifikat MRT der Prostata Dr. Heckmann, Radiologie am Luisenplatz, Darmstadt
Q2 Zertifikat MRT der Prostata PD Dr. Heinrich, Radiologie am Luisenplatz, Darmstadt

Wie bereite ich mich auf die MRT-Untersuchung der Prostata vor?

Für eine optimale Bildqualität sind einige einfache Vorbereitungen hilfreich:

  • etwa vier Stunden vor der Untersuchung nichts essen
  • die Harnblase sollte entleert sein
  • am Untersuchungstag für Stuhlgang sorgen bzw. auf einen entleerten Enddarm achten, da Stuhlreste und Darmgase die Bildqualität beeinträchtigen können
  • lockere, metallfreie Kleidung tragen und Metallgegenstände (Schmuck, Uhren) vorab ablegen
  • die Praxis über Herzschrittmacher, Implantate, Metallsplitter, Kontrastmittelallergien, eine eingeschränkte Nierenfunktion oder Platzangst informieren
  • vorhandene Befunde mitbringen (PSA-Werte, frühere Biopsieergebnisse, Arztbriefe)
  • Ansonsten gelten die allgemeinen Vorbereitungsempfehlungen für MRT


Zur Beruhigung der Darmbewegung wird kurz vor der Untersuchung ein Medikament (Buscopan) verabreicht; dies kann vorübergehend die Sehschärfe beeinträchtigen, sodass Sie nach der Untersuchung für ca. 4 Stunden nicht selbst Auto fahren dürfen.

Wie ist der Ablauf der Prostata-MRT?

  • Sie liegen entspannt auf dem Rücken auf der Untersuchungsliege, die in die MRT-Röhre gefahren wird.
  • Eine Oberflächenspule wird über dem Becken platziert – eine Endorektalspule im Enddarm ist mit moderner Gerätetechnik nicht mehr erforderlich.
  • Nacheinander werden die verschiedenen Sequenzen (T2-Wichtung, Diffusionsbildgebung, kontrastmittelverstärkte Aufnahmen) aufgezeichnet, wofür ein gut verträgliches Kontrastmittel über eine Armvene verabreicht wird.
  • Sie hören dabei die typischen Klopfgeräusche des Geräts, spüren keine Schmerzen und sind keiner Strahlung ausgesetzt.
  • Dank der Deep-Learning-Bildrekonstruktion dauert die gesamte Untersuchung im Gerät in der Regel nur rund 20 Minuten.
MRT Prostata flowchart zum Ablauf

Wer befundet die MRT der Prostata?

Unsere Praxis ist für die technische Bildqualität der mpMRT zertifiziert und wir verfügen über die höchste Zusatzqualifikation in diesem Bereich – das Q2-Zertifikat der AG Uro-Radiologie der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Diese Zertifizierung bescheinigt uns eine fundierte Expertise in der technischen Durchführung und Befundung der mpMRT und ist an den Nachweis zahlreicher Fortbildungspunkte sowie einer hohen Anzahl selbst befundeter, histologisch abgesicherter Untersuchungen geknüpft. So stellen wir sicher, dass Ihre Untersuchung nach höchsten fachlichen Standards durchgeführt und befundet wird.

Was bedeutet die PI-RADS-Klassifikation?

PI-RADS (Prostate Imaging Reporting and Data System) ist ein international anerkanntes Klassifikationssystem zur standardisierten Befundung der mpMRT. Anhand der Kombination aus T2-Wichtung, Diffusionsbildgebung und Kontrastmittelaufnahme wird jedem auffälligen Areal eine Punktzahl von 1 bis 5 zugeordnet:


  • PI-RADS 1–2: klinisch bedeutsamer Tumor sehr unwahrscheinlich
  • PI-RADS 3: unklarer Befund, Verlaufskontrolle oder weitere Abklärung je nach Risikoprofil
  • PI-RADS 4–5: klinisch bedeutsamer Tumor wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich, gezielte Biopsie empfohlen


Diese standardisierte Befundung erleichtert die Kommunikation zwischen Radiologie und Urologie und bildet die Grundlage für die weitere Behandlungsplanung.


Ausführliche Bildbeispiele und Erläuterungen zu jeder PI-RADS-Stufe finden Sie auf unserer Seite PI-RADS und Prostata-MRT-Befund verstehen.

Stadieneinteilung

Zur Bestimmung des klinischen Tumorstadiums (T-Kategorie) sollen nach Leitlinie der digital-rektale Untersuchungsbefund und die Magnetresonanztomographie herangezogen werden.


Wie oft sollte eine mpMRT der Prostata durchgeführt werden?

Eine feste, für alle Patienten gültige Wiederholungsfrequenz gibt es nicht – sie richtet sich nach der individuellen Situation. Im Rahmen der aktiven Überwachung ist der Rhythmus abhängig vom PI-RADS-Befund und dem PSA-Verlauf. Direkt nach einer Biopsie sollte aufgrund möglicher Einblutungen mit einer MRT mindestens sechs Wochen gewartet werden. Ihr Urologe legt gemeinsam mit Ihnen fest, ob und wann eine Kontrolluntersuchung sinnvoll ist.

multiparametrische Prostata-MRT in der Vorsorge mit kleinem Prostatakarzinom in der Diffusion
 multiparametrische Prostata-MRT in der Vorsorge mit kleinem Prostatakarzinom im ADC-Mapping

Kostenübernahme der Prostata-MRT

  • Privat Versicherte erhalten die Kosten der mpMRT in der Regel vollständig erstattet.
  • Gesetzlich Krankenversicherte müssen die Untersuchung derzeit trotz klarer Empfehlung der Leitlinie noch selbst tragen, da die mpMRT bislang keine reguläre Kassenleistung ist.
  • In Einzelfällen kann sich ein individueller Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse mit einer ausführlichen Begründung des überweisenden Urologen lohnen.


       Sprechen Sie uns gerne an – wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen Kostenvoranschlag.

MRT Prostata Befundbesprechung in der Prostata-Sprechstunde

Kontraindikationen der Prostata-MRT

Es gibt auch Kontraindikationen für eine MRT der Prostata, die berücksichtigt werden müssen. Patienten mit Metallimplantaten wie Herzschrittmachern oder neurostimulatorischen Implantaten sollten keine MRT-Untersuchung durchführen lassen, da die starken Magnetfelder des Geräts die Implantate beschädigen können.

Aufklärungsbogen Kernspintomographie / MRT

Als Vorbereitung für die mpMRT Prostata finden Sie hier den Aufklärungsbogen mit allen wichtigen Informationen. Sie können diesen Bogen am PC ausfüllen. Bitte drucken Sie den entsprechenden Aufklärungsbogen danach aus und bringen Sie ihn unterschrieben zu Ihrer Untersuchung mit.

Aufklärungsbogen MRT herunterladen ⬇

Blutwertmitteilung

Wenn Sie bei uns eine MRT-Untersuchung der Prostata vereinbart haben, übermitteln Sie uns bitte spätestens 3 Tage vor der Untersuchung Ihren Kreatininwert.

online Blutwertmitteilung

Fragen und Antworten zur MRT der Prostata (FAQ):

Wann ist eine MRT der Prostata sinnvoll?

Eine MRT der Prostata ist sinnvoll, wenn der PSA-Wert erhöht ist, bei einem auffälligen PSA-Anstieg ohne Wechsel des Bestimmungsverfahrens, bei auffälligem Tastbefund der Prostata oder bei bekanntem Prostatakarzinom unter Beobachtung (active surveillance).

Was ist vor einer Prostata-MRT zu beachten?

Vor der Untersuchung sollte die Harnblase und der Enddarm entleert sein, spezielle Abführmaßnahmen sind nicht nötig. Zur Unterdrückung von Darmbewegungen, die Bildstörungen hervorrufen könnten, wird Ihnen vor der Untersuchung ein gut verträgliches Medikament (Buscopan) gespritzt.

Wie lange dauert eine Prostata-MRT?

Die MRT der Prostata dauert etwa 20 Minuten.

Wie wird eine MRT der Prostata durchgeführt?

Die MRT der Prostata wird in bequemer Rückenlage durchgeführt. Über eine vor der Untersuchung gelegte Kanüle am Arm wird während der Untersuchung ein Kontrastmittel verabreicht.

Ist eine Prostata-MRT unangenehm oder schmerzhaft?

Nein, die Untersuchung selbst ist schmerzfrei. Sie liegen entspannt auf dem Rücken, eine Spule wird lediglich von außen über dem Becken platziert. Kurz vor der Untersuchung erhalten Sie ein gut verträgliches Medikament zur Beruhigung der Darmbewegung und während der Untersuchung ein Kontrastmittel über eine Armvene. Sie hören dabei die typischen Klopfgeräusche des Geräts.

Wie verstehe ich meinen Prostata-MRT-Befund?

Ihr Befund wird nach dem international anerkannten PI-RADS-System (Stufe 1 bis 5) eingeordnet: PI-RADS 1–2 bedeutet, ein klinisch bedeutsamer Tumor ist sehr unwahrscheinlich, PI-RADS 3 ist ein unklarer Befund mit Empfehlung zur weiteren Abklärung, PI-RADS 4–5 spricht für einen wahrscheinlichen bis sehr wahrscheinlichen Tumor mit Empfehlung zur gezielten Biopsie. Die ausführliche Erklärung finden Sie im Abschnitt zur PI-RADS-Klassifikation oben – Ihren individuellen Befund besprechen wir gerne mit Ihnen und Ihrem überweisenden Urologen.

Muss ich für die Prostata-MRT nüchtern sein?

Bitte essen Sie etwa 4 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr. Harnblase und Enddarm sollten möglichst entleert sein, damit Stuhlreste und Darmgase die Bildqualität nicht beeinträchtigen.

Wird bei der Prostata-MRT Kontrastmittel gegeben?

Ja. Die Kontrastmittelaufnahme ist einer der drei Bausteine der multiparametrischen MRT und zeigt die Durchblutung des Gewebes. Nur bei einer Kontraindikation, zum Beispiel einer bekannten Unverträglichkeit oder einer stark eingeschränkten Nierenfunktion, wird darauf verzichtet. Bitte teilen Sie uns Ihren aktuellen Kreatininwert spätestens 3 Tage vor der Untersuchung mit – online über die Blutwertmitteilung oder telefonisch.

Wie weit muss ich bei der Prostata-MRT in die Röhre?

Sie liegen auf dem Rücken. Für die Untersuchung liegt das Becken in der Mitte des Geräts, Bauch und Teile des Oberkörpers befinden sich dabei in der Röhre. Ob auch der Kopf in der Röhre liegt, hängt von Ihrer Körpergröße ab. Unser Gerät hat eine weite Öffnung und einen kurzen Magneten.

Was muss ich vor der Prostata-MRT ausziehen und ablegen?

In der Umkleide legen Sie sämtliche Metallgegenstände und alle Kleidungsstücke mit Metall ab, zum Beispiel mit Reißverschluss, Knöpfen, Nieten oder Gürtelschnalle, außerdem Schmuck, Uhr, Hörgeräte und Brille. Piercings entfernen Sie bitte bereits vor dem Termin – selbst oder bei Ihrem Piercer.

Darf ich nach der Prostata-MRT Auto fahren?

Ja, aber erst nach etwa 4 Stunden. Das Medikament gegen Darmbewegungen kann die Sehschärfe vorübergehend beeinträchtigen. Planen Sie Ihren Heimweg deshalb so, dass Sie in dieser Zeit nicht selbst fahren – der Luisenplatz ist mit Bus und Straßenbahn gut erreichbar.

Wann liegt der Befund vor und wird er mit mir besprochen?

Die Auswertung der Prostata-MRT dauert bis zu etwa 45 Minuten. Danach besprechen wir den Befund persönlich mit Ihnen. Ihr überweisender Urologe erhält den schriftlichen Befund.

Kann man im MRT erkennen, ob ein Tumor in der Prostata gut- oder bösartig ist?

Nicht mit letzter Sicherheit. Die MRT ordnet verdächtige Bereiche nach dem PI-RADS-System einer Wahrscheinlichkeit zu: Bei PI-RADS 1–2 ist ein klinisch bedeutsamer Tumor sehr unwahrscheinlich, bei PI-RADS 4–5 wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich. Ob es sich tatsächlich um Krebs handelt, zeigt erst eine gezielte Gewebeprobe (Biopsie).