MRT Kopf und KHBW in Darmstadt

Eine MRT des Kopfes liefert detaillierte, hochaufgelöste Aufnahmen von Gehirn, Hypophyse, Nasennebenhöhlen, Kleinhirnbrückenwinkel (KHBW), Augenhöhle und Kiefergelenk – sicher, schmerzfrei und ganz ohne Röntgenstrahlung. Auf dieser Seite erfahren Sie, bei welchen Beschwerden welche Untersuchung sinnvoll ist und wie eine MRT des Kopfes bei uns abläuft. Allgemeine Informationen zu unserem MRT-Gerät und den Untersuchungsbedingungen finden Sie auf unserer MRT-Seite.



MRT Schädel Normalbefund

Untersuchungsbereiche im Kopf

MRT des Gehirns (Schädel)

Die MRT des Gehirns ist das zentrale bildgebende Verfahren zur Abklärung zahlreicher Erkrankungen, zum Beispiel:

  • Durchblutungsstörungen, unter anderem zur weiteren Abklärung nach einem Schlaganfall
  • Hirntumoren
  • Blutungen
  • entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose – hier ist die MRT sowohl für die Diagnostik als auch für die Verlaufskontrolle das zentrale Verfahren
  • anhaltenden oder ungewöhnlichen Kopfschmerzen
  • unklarem Schwindel
MRT Schädel zeigt ein Menigeom, gutartiger Hirntumor

MRT des Kleinhirnbrückenwinkels (KHBW)

Im Kleinhirnbrückenwinkel verlaufen wichtige anatomische Strukturen wie der Nervus vestibulocochlearis (Hör- und Gleichgewichtsnerv). Die MRT dieser Region wird eingesetzt bei:

  • Schwindel
  • Schwerhörigkeit
  • Tinnitus

Häufigster Anlass ist der Ausschluss eines Akustikusneurinoms (Vestibularisschwannom), einer gutartigen Geschwulst an diesem Nerv – meist auf Überweisung Ihrer HNO-Praxis.


MRT der Hypophyse

Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) reguliert zentrale hormonelle Prozesse im Körper. Die MRT der Hypophyse dient vor allem der Erkennung von Hypophysentumoren (Adenomen) und anderer Erkrankungen dieser Region. Häufige Anlässe:

  • Verdacht auf ein hormonell aktives Adenom, zum Beispiel
  • ein Prolaktinom – kann bei Frauen zu Zyklusstörungen und Galaktorrhoe (Milchfluss außerhalb der Stillzeit) führen, bei Männern zu Libidoverlust
  • ein wachstumshormon-produzierendes Adenom – Akromegalie
  • ein ACTH-produzierendes Adenom – Cushing-Syndrom
  • größere, auch hormonell inaktive Adenome mit Druck auf die benachbarte Sehnervenkreuzung – typischerweise bemerkbar durch Gesichtsfeldausfälle
  • anhaltende Kopfschmerzen oder Sehstörungen
MRT Hypophyse

MRT der Nasennebenhöhlen (NNH)

Die MRT der Nasennebenhöhlen ist besonders nützlich bei der Diagnose von Erkrankungen wie:

  • Sinusitis
  • Polypen
  • Tumoren
  • anatomischen Anomalien

Für die reine Entzündungs- oder Polypendiagnostik kommt aufgrund der besseren Knochendarstellung häufig zunächst eine CT der Nasennebenhöhlen zum Einsatz. Die MRT wählen wir gezielt, wenn:

  • eine Weichteil- oder Tumorausdehnung abgeklärt werden soll, etwa in Richtung Augenhöhle oder Schädelbasis
  • auf Röntgenstrahlung verzichtet werden soll.

MRT der Orbita

Die Orbita (Augenhöhle) umfasst den Bereich um das Auge – Augapfel, Augenmuskeln, Sehnerv und umliegendes Gewebe. Die MRT der Orbita kann Tumoren, Entzündungen und Infektionen darstellen. Zwei wichtige Anlässe:

  • Optikusneuritis (Sehnervenentzündung) – meist mit plötzlicher Sehminderung und Schmerzen bei Augenbewegung; häufig erstes Anzeichen einer Multiplen Sklerose
  • Endokrine Orbitopathie (Augenmuskelverdickung im Rahmen der Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung Morbus Basedow) – typische Anzeichen: hervortretende Augen (Exophthalmus), Doppelbilder, Sehstörungen

MRT des Kiefergelenks

Die MRT des Kiefergelenks stellt strukturelle Veränderungen dar wie:

  • Diskusverlagerungen
  • Arthrose
  • Entzündungen
  • Verletzungen

Häufig im Rahmen der Abklärung einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) bei Kiefergelenkschmerzen, Knacken oder eingeschränkter Mundöffnung – meist auf zahnärztliche oder kieferorthopädische Überweisung.

Ablauf und Vorbereitung

  • Keine Nüchternheit erforderlich – anders als bei Untersuchungen von Bauch oder Becken können Sie vor Ihrem Termin normal essen und trinken, auch wenn Kontrastmittel gegeben wird
  • Bitte vor der Untersuchung ablegen: Metallgegenstände, Hörgeräte, Brille, ggf. herausnehmbare Zahnspangen
  • Messzeit: je nach Fragestellung und Anzahl der benötigten Sequenzen meist 10 bis 30 Minuten
  • Kontrastmittel: ob notwendig, hängt von Ihrer individuellen Fragestellung ab

Allgemeine Informationen zu unserem Gerät, zum Kontrastmittel-Prozess (u. a. dem vorab benötigten Kreatininwert) und den Aufklärungsbogen finden Sie auf unserer MRT-Seite.


allgemeine Informationen MRT →

MRT oder CT des Kopfes?

Situation empfohlene Methode Warum
Schädel-Hirn-Trauma, z. B. nach einem Unfall CT Zeigt Knochen zuverlässig, schneller verfügbar zur Beurteilung des Gehirns
Akute Notfallsituation, z. B. Verdacht auf Hirnblutung oder Schlaganfall zunächst CT Schließt z.B. vor einer möglichen Lysetherapie meist zuverlässig eine Blutung aus
erweiterte Schlaganfalldiagnostik MRT Zeigt frische Durchblutungsstörungen empfindlicher
Planbare Fragestellungen ohne Notfallcharakter (Tumor-, Entzündungs-, MS-Diagnostik, KHBW, Hypophyse) MRT Primär gewähltes, strahlungsfreies Verfahren
Icon Selbstzahler

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Häufige Fragen zur MRT des Kopfes (FAQ):

Wofür wird eine MRT des Kopfes gemacht?

Eine MRT des Kopfes bildet die Weichteile des Kopfes ohne Röntgenstrahlung ab:
• Gehirn
• Hypophyse
• Nasennebenhöhlen
• Kleinhirnbrückenwinkel (KHBW)
• Augenhöhle (Orbita)
• Kiefergelenk
Je nach Fragestellung eignet sie sich zur Abklärung von Tumoren, Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder strukturellen Veränderungen.

Was ist eine MRT des Kleinhirnbrückenwinkels (KHBW) und wann wird sie gemacht?

Die MRT des Kleinhirnbrückenwinkels dient der Abklärung von Schwindel, Schwerhörigkeit oder Tinnitus. Häufigster Anlass ist der Ausschluss eines Akustikusneurinoms (Vestibularisschwannom), einer gutartigen Geschwulst am Hör- und Gleichgewichtsnerv – meist auf Überweisung Ihrer HNO-Praxis.

Muss ich vor einer MRT des Kopfes nüchtern sein?

Das Bild wird über einen Sensor (Flachdetektor) direkt elektronisch erfasst und am Bildschirm angezeigt, statt es wie früher auf Film zu belichten. Das ermöglicht sofortige Kontrolle, Nachbearbeitung und digitale Archivierung.

Wann wird bei einer MRT des Kopfes Kontrastmittel benötigt?

Echtzeit-Bildgebung statt nachgelagerter Verarbeitung, höhere Bildauflösung mit weniger Artefakten und dabei eine geringere Strahlendosis.

Wann wird ein CT und wann eine MRT des Kopfes gemacht?

Bei Verdacht auf eine knöcherne Verletzung und in der akuten Notfallsituation, etwa bei Schlaganfallverdacht, wird häufig zunächst eine CT gewählt, weil sie schneller verfügbar ist und zuverlässig eine Blutung ausschließt. Die MRT kommt bei der Schlaganfalldiagnostik ergänzend beziehungsweise im weiteren Verlauf zum Einsatz und ist bei planbaren Fragestellungen ohne Notfallcharakter – etwa Tumor-, Entzündungs- oder MS-Diagnostik – das primär gewählte, strahlungsfreie Verfahren.

Was untersucht eine MRT des Kiefergelenks?

Die MRT des Kiefergelenks zeigt strukturelle Veränderungen wie Diskusverlagerungen, Arthrose, Entzündungen oder Verletzungen – häufig im Rahmen der Abklärung einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) bei Kiefergelenkschmerzen, Knacken oder eingeschränkter Mundöffnung, meist auf zahnärztliche oder kieferorthopädische Überweisung.

Wie lange dauert eine MRT des Kopfes?

Das hängt von der untersuchten Region und der Anzahl der benötigten Sequenzen ab, liegt aber in der Regel zwischen 10 und 30 Minuten reiner Messzeit.

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