MRT Schulter, Ellenbogen und Hand in Darmstadt
Eine MRT von Schulter, Ellenbogen und Hand liefert detaillierte, hochaufgelöste Aufnahmen von Sehnen, Bändern und Knorpel – Strukturen, die im Röntgenbild nicht sichtbar sind. Die Untersuchung ist sicher, schmerzfrei und ganz ohne Röntgenstrahlung. Auf dieser Seite erfahren Sie, bei welchen Beschwerden welche Untersuchung sinnvoll ist und wie eine MRT bei uns abläuft. Allgemeine Informationen zu unserem MRT-Gerät und den Untersuchungsbedingungen finden Sie auf unserer MRT-Seite.
Untersuchungsbereiche an Schulter, Ellenbogen und Hand
Eine MRT dieser Körperregion deckt je nach Fragestellung ganz unterschiedliche Bereiche ab:
MRT der Schulter
Die Schulter-MRT hilft, die Ursache von Schmerzen und Bewegungseinschränkung zu finden, zum Beispiel bei:
- Verletzungen der Rotatorenmanschette
- einem Impingement
- Arthrose
- einer Kapselentzündung (frozen shoulder)
- einer Labrumläsion, einschließlich der SLAP-Läsion (Verletzung des oberen Labrums am Übergang zum Bizepssehnenanker)
- einer Schulterinstabilität nach Ausrenkung, zum Beispiel mit Bankart-Läsion (Abriss am vorderen Pfannenrand)
Bildbeispiele für Befunde im Schulter-MRT:

Beschwerden:
Schulterschmerzen beim Armheben.
Diagnose:
footprint Läsion, Teilriss der schulterumgreifenden Muskulatur (Rotatorenmanschette) direkt Knochenkontaktfläche, an der die Supraspinatussehne am Oberarmknochen ansetzt.

Beschwerden:
Schulterschmerzen beim Armheben und Kraftverlust, Ruheschmerz.
Diagnose:
kompletter Riss der Supraspinatussehne, einer Sehne der schulterumgreifenden Muskulatur (Rotatorenmanschette).

MRT des Ellenbogens
Eine Ellenbogen-MRT wird oft bei Verdacht auf Verletzungen oder Entzündungen durchgeführt, zum Beispiel bei:
- Tennisellenbogen (Epicondylitis radialis humeri) oder Golferellenbogen (Epicondylitis ulnaris humeri)
- Veränderungen der Bizepssehne
- Bandläsionen, zum Beispiel des lateralen ulnaren Kollateralbandes (LUCL)
- einer Instabilität, zum Beispiel nach einer Ellenbogenluxation
- knöchernen Läsionen, zum Beispiel Frakturen oder osteochondralen Läsionen
- Arthritis
- Tumoren
- einem Kubitaltunnelsyndrom (Kompression des Nervus ulnaris am Ellenbogen, mit Kribbeln oder Taubheitsgefühl an Ring- und Kleinfinger) – die Diagnose erfolgt in erster Linie klinisch, eine MRT kommt ergänzend zum Einsatz, etwa bei unklarem Befund

MRT des Handgelenks
Bei Schmerzen, Schwellungen oder nach einer Sportverletzung kann die Handgelenks-MRT Veränderungen darstellen wie:
- einen Knochenbruch, einschließlich einer frischen Kahnbeinfraktur (Skaphoidfraktur) – im Röntgenbild zunächst häufig unauffällig („okkulte Fraktur“), im MRT jedoch bereits sichtbar; unbehandelt droht eine Skaphoid-Pseudarthrose
- eine Osteonekrose, insbesondere die Lunatummalazie (Kienböck-Krankheit – Durchblutungsstörung des Mondbeins)
- ein Ganglion oder andere, seltenere Tumoren
- eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis)
- eine Kapselverletzung
- eine TFCC-Läsion (Läsion des triangulären fibrokartilaginären Komplexes, auch als Discus-Läsion bekannt)
- eine skapholunäre Bandläsion – die häufigste karpale Bandinstabilität
Ein Karpaltunnelsyndrom wird nicht primär mit MRT diagnostiziert: Die Diagnose erfolgt in erster Linie klinisch und durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Eine MRT kommt ergänzend zum Einsatz, etwa bei unklarem Befund oder Verdacht auf eine erkennbare Ursache der Nervenengstelle.
Bildbeispiele für Befunde im Handgelenk-MRT:

Beschwerden:
Schmerzen in der Handwurzel.
Diagnose:
STT-Arthrose, Verschleiß im Gelenk zwischen den Handwurzelknochen Kahnbein, großes und kleines Vieleckbein.

Beschwerden:
Schmerzen in der Handwurzel.
Diagnose:
Pisotriquetrale Arthrose, Verschleiß im Gelenk zwischen den Handwurzelknochen Dreiecksbein und Erbsenbein.
MRT der Hand
Die Hand-MRT unterstützt vor allem bei Verdacht auf rheumatische Erkrankungen sowie bei Fragen nach Ganglion, Sehnenveränderung und Sehnenscheidenentzündung:
- Rheumatoide Arthritis – MRT-Frühdiagnostik: Die MRT kann eine Synovitis (Entzündung der Gelenkinnenhaut), Erosionen und Knochenmarködeme an den kleinen Handgelenken früher nachweisen als das Röntgenbild, das erst spätere, bereits strukturelle Veränderungen zeigt. Die Diagnosestellung selbst bleibt Aufgabe der Rheumatologie.
- ein Ganglion oder andere, seltenere Tumoren
- eine Sehnenveränderung oder Sehnenscheidenentzündung

MRT der Finger
Bei Fingerschmerzen und -verletzungen unterstützt die Finger-MRT die Ursachensuche, zum Beispiel bei:
- Verletzungen der Knochen oder Sehnen
- einem Skidaumen (Ruptur des ulnaren Kollateralbandes am Daumengrundgelenk, medizinisch „UCL-Läsion“)
- einer Ringbandverletzung („Kletterfinger“) – bei dieser Fragestellung spielt die dynamische Fingersonographie fachlich die wichtigere Rolle; die MRT ist eine ergänzende bzw. alternative Option zur strukturellen Darstellung des Ringbands und der Beugesehne
- einem Ganglion
- Gelenkentzündungen
- einem Glomustumor – einem meist unter dem Nagel gelegenen, gutartigen, aber sehr schmerzhaften Tumor, der im MRT durch eine typische, kräftige Kontrastmittelaufnahme auffällt

Ablauf und Vorbereitung
- Keine Nüchternheit erforderlich – Sie können vor Ihrem Termin normal essen und trinken
- Messzeit: meist 10 bis 20 Minuten reine Messzeit
- Kontrastmittel: Bei akuten Verletzungen von Schulter und Ellenbogen wird nativ untersucht, ohne Kontrastmittel. Bei chronischen oder unklaren Beschwerden sowie bei Handgelenk, Hand und Finger – auch bei frischen Verletzungen des Handgelenks – kommt Kontrastmittel zum Einsatz: Es liefert bei Sehnen-, Band- und Gelenkfragestellungen zusätzliche, diagnostisch relevante Information
- Bitte vor der Untersuchung angeben: Metallimplantate
Allgemeine Informationen zu unserem Gerät, zum Kontrastmittel-Prozess (u. a. dem vorab benötigten Kreatininwert) und den Aufklärungsbogen finden Sie auf unserer
MRT-Seite.
MRT oder Röntgen bei Schulter, Ellenbogen und Hand?
| Situation | empfohlene Methode | Warum |
|---|---|---|
| Verdacht auf einen frischen Knochenbruch | Röntgen | Schnell verfügbar, zeigt Knochen zuverlässig |
| Beurteilung von Gelenkstellung und -verschleiß (Arthrose) | Röntgen | Etablierte Methode zur Einteilung |
| Beurteilung von Rotatorenmanschette, Labrum, Bändern, Sehnen, Knorpel oder Nerven | MRT | Zeigt Weichteile, die im Röntgen nicht sichtbar sind |
| Verdacht auf eine okkulte Fraktur (z. B. Kahnbein) oder ein Knochenmarködem | MRT | Zeigt Veränderungen oft früher als das Röntgenbild |
| Unauffälliges Röntgenbild trotz fortbestehender Beschwerden | MRT | Häufig der sinnvolle nächste Schritt |
Mehr zur Röntgendiagnostik finden Sie auf unserer Röntgen-Seite.
Spezialisierte Qualifikation
PD Dr. med. Marc C. Heinrich ist von der Deutschen Röntgengesellschaft zertifiziert für die Muskuloskelettale Radiologie – die Diagnostik von Erkrankungen an Knochen, Gelenken und Weichteilen – sowie für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Bildgebung. Beide Zusatzqualifikationen fließen direkt in die Befundung Ihrer Untersuchung ein.


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Häufige Fragen zur MRT von Schulter, Ellenbogen und Hand
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